Menorca|Steinrelikte

Steinrelikte

Menorca verfügt über ein reiches kulturelles Erbe. Neben den prächtigen Bauwerken der Städte findet man auf der Baleareninsel zahlreiche faszinierende Kulturschätze und Kultstätten aus prähistorischer Zeit. Die Talaiots, Taules und Navetes machen Menorca zu einem archäologischen Freilichtmuseum.

Aus der megalithischen Kultur, der Zeit der Großsteinsetzungen, lassen sich auf Menorca etwa 1000 Kulturdenkmäler finden. Noch immer geben noch immer geben die mächtigen Steinrelikte der Ureinwohner den Wissenschaftler Rätsel auf.

Forschungen zufolge kamen bereits um 4000 v.Chr. die ersten Siedler auf die strategisch günstig gelegene Insel im westlichen Mittelmeer.

Navetes

Aus der Zeit etwa 2000 v.Chr. stammen die Steindörfer und bootförmigen Begräbnisstätten, die heute Navetes genannt werden.

Talaiots

Während der Talaiotzeit ab etwa 1500 v.Chr. entstanden die meist runden, großen Steintürme, die als Talaiots bezeichnet werden.

Auf Menorca entstanden im Vergleich zu den Nachbarinseln perfekter gebaute Talaiots.

Taules

Eine Besonderheit der menorquinischen Kultur stellen die Taules, die meterhohen, oft Tonnen schweren Steintische dar. Über dreißig dieser monumentalen Monolithe mit aufliegender Steinplatte wurden von den Archäologen auf Menorca verzeichnet.

Viele vergleichen die mystischen menorquinischen Bauten mit dem sagenumwobenen Steinkeis des englischen Stonehenge

Bedeutende frühgeschichtliche Steinrelikte auf Menorca:

Naveta de Es Tudons

Aus der ausgehenden Bronzezeit stammt dieser gute erhaltene Grabbau, der mit etwa 3400 Jahren als eines der ältesten Bauwerke Europas gilt. Große Kalksteinquader wurden in Form eines umgedrehten Schiffstrumpfs aufgeschichtet.

Imposant erstreckt sich die Naveta de Es Tudons mit ihrer Länge von 14 Metern und einer Höhe von fünf Meter wenige Kilometer östlich der Stadt heutigen Ciutadella. In ihrem zweistöckigen Inneren barg sie die Überreste von etwa hundert Menschen sowie Grabbeigaben.

Prähistorische Siedlung Son Caltar

Reste der spektakulären Begrenzungsmauer des frühgeschichtlichen Dorfes Son Caltar sind noch heute sichtbar. Hier siedelten die Ureinwohner von der talaiotischen Epoche bis zur Römerzeit.

Im Inneren finden sich vier Talaiots, Wohngebäude, Reste eines schiffsförmigen Baus sowie ein Taula-Bereich.

Prähistorische Siedlung Torralba d'en Salord

Die Fundstätte, die auf die Epoche zwischen 1000 v.Chr. und der römischen Zeit datiert wird, stechen zwei Talaiots und der schöne Taula-Bereich heraus.

Prähistorische Siedlung Torre d'en Gaumes

Die große, erhaben gelegene Siedlung aus talaiotischer Zeit um 1400 v.Chr. wurde von einer Mauer und Schutzwällen begrenzt.

Archäologen fanden hier in fast städtischer Anordnung drei Talaiots sowie eine Taula. Zisternen, (Grab-)Kammern, Höhlen sowie eine steinblockgedeckte Halle.

Prähistorische Siedlung Torrellafuda

Einige Talaiots, eine Höhle, eine Taula, Mauerreste sowie die schöne Lage prägen die prähistorische Siedlung im Inselwesten.

Nekropole bei Cala Morell

Im Nordwesten der Insel liegt die talaiotische Nekropole Cala Morell, die sich vierzehn Felsenhöhlen zusammen setzt. Bis ins 2. Jahrhundert n.Chr. wurden die von Menschenhand geschaffenen Höhlen als Totenstadt genutzt.

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